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ALLIES: Broschewitz, Diehn-Bitt, Kallenbach Campbell, Schulz

Die GOLDWERK GALERIE präsentiert ab dem 28. März 2026 die Ausstellung „ALLIES“. Sie verbindet und verbündet die Werke – Malerei, Collage und Textilkunst – von Carlo Leopold Broschewitz, Kate Diehn-Bitt, Fern Liberty Kallenbach Campbell und Josefine Schulz.
Die vier sehr unterschiedlich arbeitenden Künstler:innen bilden ein Bündnis auf Zeit, werden zu Allies – zu Verbündeten, zu Mitstreiter:innen, die zusammenkommen und dabei in der den Räumen der GOLDWERK GALERIE etwas Neues entstehen lassen. Ist diese Verbindung der ästhetischen
Positionen magisch und märchenhaft, kitschig und kongenial, chaotisch und charmant?
Wir genießen die farbintensiven wie intimen Ölmalereien von Josefine Schulz (*1993), begegnen den Wunderlichkeiten in den Bilderwelten von Carlo Leopold Broschewitz (*1980), entdecken die Gleichzeitigkeit von Perfektion und Chaos in den Wandteppichen von Fern Liberty Kallenbach
Campbell (*1995) und tauchen in die Tiefgründigkeit der Collagen der Kate Diehn-Bitt (1900-1978). Kitsch und Verletzlichkeit, Beunruhigung und Anziehungskraft, Begegnung und Moment sind in dieser Ausstellung alliiert und Seite an Seite geeint.

Carlo Leopold Broschewitz | (*1980) | Malerei

Wundersame Welt trifft entrückte Form und Farbe

Der malende Bildhauer, der seine Lebensmittelpunkte zwischen Leipzig, Berlin und Kambs bei Schwaan angesiedelt hat, erschafft eine dicht gefüllte Welt wundersamer Formen und Farben: verträumt, intuitiv, märchenhaft, unerwartet ungezwungen und dennoch inhaltlich tief und voller Spannung; ein Gefüge aus Gestalt und Narrativ, voller Selbstbestimmung, Prozesshaftigkeit und entrückter Realitäten – das sind Begegnungen zwischen dem Menschlichen und dem Animalischen.
Scheinbar leichten Fußes segelt CARLO LEOPOLD BROSCHEWITZ durch die Welten des Ausdrucks – nie im Sinne einer auserzählbaren Geschichte, doch stets das künstlerische Prinzip des Als-Ob vor Augen.
|| https://carlobroschewitz.de/ ||

Kate Diehn-Bitt (1900-1978) | Collage

Figuren von magischer Kraft und Landschaften in finsterer Klarheit

Die Rostocker Malerin KATE DIEHN-BITT (1900-1978) ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation im Norden Deutschlands. Ihre Lebensspanne über drei Viertel des 20. Jahrhunderts umfasste große gesellschaftliche Krisen, Katastrophen und Brüche, die sich in ihrem Werk – in Figurenkompositionen von ungewöhnlich magischer Kraft ebenso wie in Landschaften voll finsterer Klarheit – auf eine so bezeichnende wie individuelle Weise in großer künstlerischer Vielseitigkeit niederschlagen. Kate Diehn-Bitts (Menschen-)Bilder und Collagen beeindrucken mit klarem Aufbau, verhaltener bis deutlicher Farbigkeit und einer tiefgründigen Zuständigkeit.
|| https://www.kate-diehn-bitt.de/ ||

Fern Liberty Kallenbach Campbell (*1995) | Textil

Das Beunruhigende übt eine seltsame Anziehungskraft aus

Geboren in New York, aufgewachsen in Berlin, lebt und arbeitet FERN LIBERTY KALLENBACH CAMPBELL in Halle, Berlin und Hamburg. Nach dem Diplom in Textilkunst an der Burg Giebichenstein 2023 war sie 2024 Stipendiatin der Villa Aurora in L.A., 2025 erhielt sie den Bayerischen Staatspreis. Zurzeit studiert sie in der Klasse von Anselm Reyle an der HFBK Hamburg. Die Künstlerin verarbeitet ihre Realität in Form von Wandteppichen: Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Obszönität und Sanftheit, Kitsch und Groteske, Wirrwarr und Harmonie, denn sie widmet sich „chaotischen und schmerzlich menschlichen Szenarien und versucht, den Punkt ohne Wiederkehr einzufangen“ (K. Jakobson). Das Beunruhigende wird seltsam anziehend!
|| https://fernliberty.com/ ||

Josefine Schulz (*1993) – Malerei

Eine Ästhetik des Vertrauten irgendwo im Dazwischen

JOSEFINE SCHULZ ist eine bildende Künstlerin aus Leipzig. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit den Lebensrealitäten, Sehnsüchten und visuellen Einflüssen ihrer Generation. Die farbintensiven Ölmalereien zeigen soziale, geradezu intime Momentaufnahmen von Freundschaft – sie feiern das Unaufgeregte, vertraute Augenblicke in alltäglichen Situationen, mithin eine Ästhetik des Vertrauten. Ihre Protagonist:innen sind auf der Suche nach Zugehörigkeit und befinden sich immer irgendwo im Dazwischen, wenn sich Stärke in Verletzlichkeit verwandelt und umgekehrt.
|| https://josefineschulz.com/ ||